Präambel für das TUM-UGM
Gesundheit und Bildung sind hohe Güter per se und insbesondere demokratischer Staatsformen; sie bedingen sich gegenseitig. Die TUM verschreibt sich diesen Werten und sieht sich als gesundheitsfördernde Universität. Gesundheitsförderung fußt auf dem Verständnis, dass Gesundheit gekennzeichnet ist durch den „Zustand des Wohlbefindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich körperlich, psychisch und sozial im Einklang mit den jeweils gegebenen inneren und äußeren Lebensbedingungen befindet.“ (Hurrelmann, 2010, S. 146). Dieses Gesundheitsverständnis wird im Rahmen des UGM in Entwicklungen und Maßnahmen deutlich, die auf die TUM-Familie als auch übergreifend auf gesamtheitliche Strukturen ausgerichtet sind. Um ihrem Exzellenzanspruch weiter gerecht zu werden, sind „gesundheitsförderliche Arbeits- und Studienbedingungen für alle Universitätsmitglieder Grundvoraussetzung für erfolgreiche Universitätslehre, exzellente Studienabschlüsse sowie Forschungsergebnisse mit hohem Impact“ (Positionspapier UGM).
Das UGM der TUM zielt zum einen auf einen Prozess ab, „allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“ (WHO, 1986). Zum anderen sind Wege einer strukturellen Veränderung auf allen Ebenen der Gesundheitsförderung zu identifizieren und im Rahmen der rechtlichen und finanziellen Ressourcen zu begehen. Das TUM-UGM sieht sich als ein werteorientiertes und gleichwohl wissenschaftlichkeitsorientiertes (Gesundheits-)Management. Die TUM erhöht „damit die Produktivität, Changeability, Innovationskraft sowie die Gesundheitskompetenz und das Wohlbefinden ihrer Mitglieder und nimmt positiven Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung“ (Positionspapier UGM). In seiner Ausrichtung orientiert sich das TUM-UGM sowohl daran, krankmachende Bedingungen zu verhindern oder abzuschwächen (d. h. präventive Ausrichtung), Gesundheitsressourcen zu stärken (d. h. gesundheitsförderliche Ausrichtung), als auch daran, Strukturen zu ändern. Dazu sieht sich das TUM-UGM nach Leitfaden Prävention dem Prinzip der Sensibilisierung, der Partizipation, des Empowerments aller TUM-Angehörigen und der (internen) Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet (GKV-Spitzenverband, 2023).