Weltgesundheitstage

Januar
Der Welt-Braille-Tag findet am 04. Januar statt. Die Brailleschrift wird international als Blindenschrift genutzt und ist in fast allen Sprachen der Welt verfügbar. Zudem gibt es spezielle Punktschriften für Musiknoten, mathematische und chemische Formeln oder Strickmuster. Der Welt-Braille-Tag wird an dem Geburtstag des Erfinders der Braille-Schrift, Louis Braille (1809 - 1852), abgehalten. Er erfand im Alter von 16 Jahren die Blindenschrift.
In Deutschland leben über 1,2 Millionen blinde oder sehbehinderte Menschen. Der Braille-Tag soll auf ihre Lebenssituation aufmerksam machen und die Notwendigkeit der Braille-Schrift verdeutlichen, denn diese ermöglicht ihnen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Die Braille-Schrift ist eine 6-Punkte-Zelle aus erhabenen Punkten, welche ertastet werden können, auf ebenem Untergrund. Sie ermöglicht 63 Punktekombinationen, bei denen die Groß- und Kleinschreibung vorrangig vernachlässigt wird.
Ab dem 28. Juni 2025 tritt zudem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft. Bis dahin müssen die im Gesetz erwähnten Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein. Dies betrifft zum Beispiel Computer, Notebooks, Tablets, Smartphone, Mobiltelefone, Geldautomaten, Fahrausweis- und Check-in-Automaten, Fernsehgeräte mit Internetzugang oder EBook-Lesegeräte. An der TUM wird dies teilweise bereits umgesetzt. So gibt es behindertengerechte Zugänge ins Gebäude oder aber auch Braille-Schrift an den Schildern vor den Türen.
Quellen:
1. Heyl, V., Lang, M. (2020). Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung. Deutschland: Kohlhammer Verlag.
2. Welt-Braille-Tag 2022 - DBSV präsentiert neues Tast-Kinderbuch „Imke fliegt zur Sonne“. DBSV.
3. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
4. Christoffel-Blindenmission (2026). https://www.cbm.de/behinderung-und-sprache/blindenschrift-braille.html
Februar
Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen an Krebs, rund 4,65 Millionen leben mit eine Krebsdiagnose hierzulande. Die medizinischen, psychologischen und wirtschaftlichen Folgen sind immens. Die gute Nachricht ist aber, dass die therapeutischen Lösungen, gerade was die Pharmazeutika angeht, stetig besser werden. Die Wahrscheinlichkeit einiger Krebserkrankungen lässt sich zudem präventiv reduzieren. Geht man davon aus, dass circa 40% aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil und andere Strategien, wie z.B. Vorsorgeuntersuchungen, verhindert werden können, steckt hier ein sehr großes primärpräventives Potenzial. Doch dafür ist es wichtig, Bewusstsein zu schaffen.
Obwohl das alles in der breiten Bevölkerung nicht unbekannt ist und in Deutschland bereits eine starke Aufklärungsarbeit betrieben wird, werden viele Präventivstrategien nicht umfassend angenommen. Die Themenfelder dieser Maßnahmen sind sehr vielfältig und gehen von Ernährung, Bewegung, Suchtprävention über Nikotinverzicht, UV-Schutz, Entspannung und vieles mehr. Gerade unsere Ernährung ist ein wichtiger entweder protektiver oder negativ beeinflussender Faktor bei der Krebsentstehung. Insbesondere eine gesunde, frische, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung wird hier stark empfohlen. Daneben sollen Vollkornprodukte und Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Fetten konsumiert und von tierischen Produkten (wenig Fleisch, mehr Fisch) ergänzt werden (mediterrane Kost). Die Vitaminerhaltung soll bei allen Kochvorgängen im Vordergrund stehen.
Doch es gibt auch ganz andere Strategien der Prävention von Krebserkrankungen. Seit einigen Jahren wird beispielsweise die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) für Mädchen und Jungen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen, da eine Infektion mit diesem Virus Ursache für fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs ist und darüber hinaus weitere Krebserkrankungen auslösen kann. Auch im Bereich der Sekundärprävention, also der Krebsfrüherkennung, ist in Deutschland einiges möglich. Viele Angebote werden von den Krankenkassen übernommen. Dermatologische Screenings (Hautkrebs), Stuhltests oder Darmspiegelungen (Darmkrebs), Mammographie (Brustkrebs) oder urologische Tastuntersuchungen (Prostatakrebs) sind nur einige Beispiele.
Von daher: Lasst uns zusammen Bewusstsein schaffen und unsere Gesundheit erhalten!
Quellen:
1. Krebs - Startseite Zentrum für Krebsregisterdaten. (2022, 12. Juli).
2. Krebs - Kurzbeiträge - Etwa 4.65 Mio Menschen in Deutschland leben mit einer Krebsdiagnose. (2022, 12. Juli).
3. Cancer Survivorship. (2022, 12. Juli).
4. Holz, F. (2020). "Den Krebs besiegen" - Prävention macht den Unterschied. Im Fokus Onkologie, 23(3).
5. Schauder, P. (2006). Evidenzbasierte Ernährung zur Prävention von Krebs. In Ernährungsmedizin (S. 246–262). Elsevier.
6. Die 10 Regeln für gesunde Ernährung | DKG. (2022, 12. August).
7. Bühmann, W. (2016). Krebs durch humane Papillomviren – primäre Prävention durch Impfung. Uro-News, 20(6), 38–43.
8. Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung (11. Februar 2020). Krebsinformationsdienst.
Die Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es gibt dabei verschiedene Formen und Syndrome, die mit unterschiedlichen Symptomen und Prognosen verbunden sind. Ein epileptischer Anfall ist ein vorrübergehendes Auftreten von Anzeichen und/oder Symptomen aufgrund einer pathologisch exzessiven oder synchronen neuronalen Aktivität im Gehirn.
Das Auftreten des Krankheitsbildes weist eine steigende Tendenz auf, was mit der höheren Lebenserwartung in den Industrienationen erklärt werden kann. Aufgrund der höheren Prävalenz von Schlaganfällen, Gehirntumoren und Demenzerkrankungen in dieser Altergruppe, die ihrerseits eine Epilepsie auslösen bzw. (mit-)bedingen können, treten Epilepsien häufiger in späteren Lebensdekaden auf. Aber auch im Kindes- und Jugendalter gibt es Fälle von Epilepsie. In Deutschland sterben rund 2.000 Menschen jährlich an dieser neurologischen Erkrankung. Die Therapie erfolgt sehr individuell, da diverse Behandlungsmethoden und unterschiedliche Antiepileptika zur Verfügung stehen.
Der Tag der Epilepsie soll nicht nur dazu dienen, ein Bewusstsein für das Krankheitsbild und die Betroffenen zu schaffen, sondern auch dafür, wie man sich als Außenstehender verhalten soll, wenn ein Epileptiker gerade einen epileptischen Anfall erlebt. Hierbei ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und verletzende Gegenstände zu entfernen. Die Betroffenen werden auf den Boden gelegt, was am besten auf einer weichen Unterlage geschieht und sollten nicht festgehalten werden. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass der Verlauf nicht beeinflusst werden kann. Sollte dieser länger als fünf Minuten andauern, ist es wichtig, den Notruf (Tel. 112) zu wählen.
Quellen:
1. Schmitt, F. C., Stefan, H. & Holtkamp, M. (2020). Epileptische Anfälle und Epilepsien im Erwachsenenalter: Diagnostik und Therapie. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-59198-7
2. Stefan, H. (2009). Epilepsie [Epilepsy]. Der Nervenarzt, 80(4), 377. https://doi.org/10.1007/s00115-009-2714-4
3. Fisher et al. (2014). ILAE official report: a practical clinical definition of epilepsy. Epilepsia, 55(4), 475–482. https://doi.org/10.1111/epi.12550
4. Noachtar, S. (2012). Epilepsie [Epilepsy]. Der Nervenarzt, 83(2), 155. https://doi.org/10.1007/s00115-011-3332-5
5. Brandt, C. (2016). Epilepsie in Zahlen.
März
Die Abkürzung HPV steht für Humanes Papillomvirus. Insgesamt sind 200 HPV-Viren bekannt. Diese Erreger sind sexuell übertragbar und können, bei einer bestehenden Infektion, zu einer Veränderung der Zellen führen. Hieraus kann sich Krebs entwickeln. Dieser entsteht primär am Gebärmutterhals bei Frauen. Ebenso kann dieser aber auch Männer am After oder Penis, sowie im Mund und Rachen betreffen.
Der Welt-HPV-Tag findet am 04. März statt und soll primär über die Erkrankung, aber auch die Prävention durch eine Impfung aufklären. Eine Impfung senkt das Krebsrisiko, indem sie vor den gefährlichsten HPV-Typen schützt. Wichtig ist jedoch, dass die Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt und ein Impfschutz besteht. Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle Kinder ab dem Alter von 9 Jahren bis zum Alter von 14 Jahren. So gut wie alle Frauen und Männer stecken sich einmal im Laufe ihres Lebens an, am häufigsten bis zum Alter von 25 Jahren. Der Großteil der Infektionen verläuft jedoch unbemerkt und ohne Krankheitszeichen. In der Regel heilt die Infektion in 90% der Fälle von allein wieder ab. Doch falls es dem Körper nicht gelingt, die Infektion abzuwehren, können einige HPV-Typen zum Beispiel Feigwarzen hervorrufen oder Veränderungen an den Zellen verursachen, aus denen Krebs resultieren kann. Daraus kann Gebärmutterhalskrebs entstehen. Jährlich erkranken 4.600 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs, 1.500 sterben jährlich daran.
Doch wie kann eine Mutation entdeckt werden?
Auch im stressigen Studienalltag ist es wichtig, auf sich und seinen Körper zu achten. Dazu zählen beispielsweise auch regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen, wie die Untersuchung beim Frauenarzt/der Frauenärztin. Diese:r nimmt einen Gewebeabstrich aus dem Gebärmutterhals. Von dem Abstrich selbst merkt man so gut wie gar nichts. Ein solcher Abstrich wird allen Frauen ab 20 Jahren empfohlen und von den Krankenkassen übernommen. Innerhalb weniger Tage erhält man für den Fall, dass sich beim Abstrich Auffälligkeiten gezeigt haben, vom Arzt eine Befundmeldung. Diese ist jedoch noch kein Grund zur Panik, sondern es erfolgt zunächst eine erneute Begutachtung ein paar Monate nach dem Befund. Es ist wichtig, vor dem Test keine Angst zu haben und mit der Ärztin bzw. dem Arzt der Wahl über Bedenken zu sprechen, denn nur so ist eine Früherkennung möglich.
Quellen:
1. HPV Impfung bei Jugendlichen. Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. (cited June 28th 2022). Available from : https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hpv-humane-papillomaviren/
2. Was ist HPV?. Entschieden gegen Krebs. (cited June 28th 2022). Available from: https://www.entschiedengegenkrebs.de/was-ist-hpv/
3. Hirte, M., Hirte, M. (2016). HPV-Impfung: Nutzen, Risiken und Alternativen der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Deutschland: Knaur MensSana HC.
4. Robert Koch Institut (2025). Antworten auf häufig gestellte Fragen zu HPV-Impfung und HPV-Infektion. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html
Adipositas gehört zu den größten globalen Gesundheitsherausforderungen. Sie ist durch einen krankhaft erhöhten Körperfettanteil gekennzeichnet, der das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Krebsarten deutlich erhöht.
Die Zahl der Betroffenen nimmt weltweit stetig zu: Über eine Milliarde Menschen leben mit Adipositas, darunter auch Millionen Kinder und Jugendliche. Diese Entwicklung ist nicht nur Folge individuellen Verhaltens, sondern eng mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft. Faktoren wie die Verfügbarkeit hochkalorischer Lebensmittel, Bewegungsmangel durch städtische Strukturen sowie sozioökonomische Ungleichheiten tragen maßgeblich dazu bei.
Die Folgen sind nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich spürbar: Adipositas verursacht hohe Kosten im Gesundheitswesen und wirkt sich negativ auf Arbeitsfähigkeit und Produktivität aus. Gleichzeitig leiden Betroffene oft unter Stigmatisierung und Diskriminierung, was psychische Belastungen zusätzlich verstärkt.
Der World Obesity Day macht auf diese komplexe Problematik aufmerksam. Er betont, dass Adipositas als chronische Krankheit anerkannt werden muss und dass nachhaltige Lösungen nur durch gemeinsames Handeln entstehen – durch Prävention, Aufklärung und die Schaffung von Strukturen, die gesunde Entscheidungen im Alltag erleichtern.
Quellen:
1. World Obesity Federation. (2025). World Obesity Day. Abgerufen von: https://www.worldobesityday.org
2. World Health Organization. (2024). Obesity and overweight. Abgerufen von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight?.com
Wir alle kennen es: Im Studienalltag kommen gesunde und geregelte Mahlzeiten manchmal etwas zu kurz. Dabei gehört eine gesunde Ernährung neben regelmäßiger Bewegung, erholsamem Schlaf und Vorsorgeuntersuchungen zu den wichtigsten Säulen eines gesunden Lebensstils. Von daher ist es uns ein großes Anliegen, Bewusstsein zu schaffen und auf die Bedeutung der Thematik hinzuweisen.
Ende des letzten Jahrtausends wurde der Tag der gesunden Ernährung am 07. März jeden Jahres eingeführt. Dabei werden jedes Jahr unterschiedliche Themenschwerpunkte festgelegt.
Das große primärpräventive Potenzial des Themas gilt es hier als erstes zu nennen. Zahlreiche Studien über den Einfluss von Ernährung auf die Entstehung und den Verlauf vieler Krankheitsbilder belegen die Bedeutsamkeit. Gerade in den Bereichen der kardiovaskulären, diabetologischen und onkologischen Krankheiten gibt es diverse nachgewiesene Korrelationen. Ein Beispiel hierfür ist die Prävention eines Apoplex (Schlaganfall). Sich negativ auswirkende Ernährungsweisen haben hier einen signifikanten Einfluss. Während Gemüse, Obst und Fisch auf vieler Manns Tisch zu wenig vertreten ist, ist der Konsum salzhaltiger Produkte, Fleisch oder zuckerhaltiger Speisen zu groß.
Des Weiteren ist ebenfalls ein Einfluss von Ernährung auf die kognitive Fähigkeit gegeben. Selbst „demenzprotektive“ Korrelationen wurden bereits nachgewiesen. Auch das Immunsystem profitiert von einer gesunden Ernährung. Buntes und abwechslungsreiches Essen mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen ist essenziell für die körpereigene Abwehr. Gerade in Pandemiezeiten sollte jedem die Relevanz einer guten Immunabwehr präsent sein.
Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit in einem Satz genannt werden können und müssen. Die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten und eine Reduktion von rotem Fleisch stellt auch ein Benefit für die Umwelt dar.
Auf der Website des TUM House of Health findet Ihr verschiedene Einträge zur gesunden Ernährung, viele davon mit zahlreichen hilfreichen Tricks und Tipps gerade auch für Studierende. Zudem ist unser eigenes Kochbuch erschienen.
Quellen:
1. Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED)
2. Seebauer W. Ernährung zur Primärprävention: Studienkonzepte für evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen - was ist zu beachten?
3. Bicvic A, Hammer H, Sarikaya H, Heldner MR. Primär- und Sekundärprävention des Hirnschlags: Gesunde Ernährung.
4. Müller T. Eine gesunde Ernährung im Alter verjüngt das Gehirn. Geriatr Rep 2021; 16(3):25–6. https://doi.org/10.1007/s42090-021-1266-z
5. Bundeszentrale für Gesundheit. Das Immunsystem stärken
6. Zessner M. Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit. Österr Wasser- und Abfallw 2011; 63(5-6):A21-A22. https://doi.org/10.1007/s00506-011-0294-6
Der Tag der Studierenden findet größtenteils in einer Position statt: sitzend am Schreibtisch in gekrümmter Haltung vor den Büchern oder dem Computer. Im Durchschnitt verbrachten TUM Studierende 9,5 Stunden an einem Wochentag mit sitzenden Tätigkeiten. 48,3 % beklagten Glieder-, Schulter-, Rücken- oder Nackenschmerzen. Um dies auszugleichen, sollte eine aktive Rückengesundheit gestärkt werden. Diese Art von Problemen sind häufig selbst in den Griff zu bekommen, wenn man aktiv etwas dagegen unternimmt.
Der Bundesverband deutscher Rückenschulen e.V. und die Aktion Gesunder Rücken e.V. haben jährlich den 15. März als Tag initiiert, um genau dieses Problem in den Fokus zu nehmen. Dabei lässt sich das Thema nicht linear einschränken, denn die Gesundheit des Rückens lässt sich nicht nur durch das Einbauen kurzer Trainingsphasen verbessern. Als Hilfestellung können Tipps zum gesunden Sitzen, Übungen für den Alltag und Tipps für den Arbeitsplatz dienen. Schlaftipps können diese Maßnahmen zusätzlich ergänzen. Es ist wichtig, die Rückengesundheit bereits in jungen Jahren zu erhalten oder gegebenenfalls wiederherzustellen.
Wichtig ist es, möglichst einfache Rückenübungen für den Alltag zu vermitteln. Eine Mischung aus Dehn-, Koordinations- und Kräftigungsübungen wird hier meist angeraten. Im Alltag der Studierenden sollten zwischen den Seminaren, Vorlesungen und sonstigen Verpflichtungen unbedingt Zeitfenster für diese Übungen geschaffen werden.
Ein weiteres Anliegen neben der Förderung von Bewusstsein und den konkreten Tipps kann auch die Vermittlung von Wissen darstellen. Menschen sollten über anatomische und physiologische Basiskompetenzen bezüglich ihres eigenen Körpers verfügen. Knochen, Gelenke, Knorpel, Sehnen und Muskeln sollten auch Studierenden außerhalb des Sport- und Gesundheitsbereichs ein Begriff sein. Wissen über relevante Mikronährstoffe zur Erhaltung eines gesunden Bewegungsapparates kann hier ergänzend. An dieser Stelle wird auf das zertifizierte Wirbelsäulenzentrum des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München hingewiesen, das diverse Krankheitsbilder des Rückens auf modernstem Wege interdisziplinär behandelt.
Viele Angebote der TUM helfen den Studierenden auf ihrem Weg zu einem gesunden Rücken. Neben den Informationen auf der Homepage des TUM House of Health wird an dieser Stelle auch auf den Zentralen Hochschulsport hingewiesen, der diverse Sport- und Bewegungsprogramme anbietet.
Quellen:
1. TUM4Health. Gesundheitssurvey 2.0
2. AOK – Die Gesundheitskasse. Gesunder Rücken im Alltag – Was Sie selbst dafür tun können (29. Juli 2020).
3. Rückenübungen - Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.
4. Techniker Krankenkasse. Gesunder Rücken. https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/sport-und-bewegung/gesunder-ruecken-2000332
Tuberkulose (TB) zählt nach wie vor zu den tödlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Verursacht durch das Mycobacterium tuberculosis, befällt sie meist die Lungen und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen - etwa beim Husten oder Niesen. Ohne Behandlung kann TB tödlich verlaufen, doch sie ist prinzipiell heilbar und vermeidbar.
2023 erkrankten schätzungsweise 10,8 Millionen Menschen neu an Tuberkulose, darunter 1,3 Millionen Kinder, und etwa 1,25 Millionen Menschen starben an dieser Krankheit. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem, HIV, Unterernährung oder chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus.
Die gesellschaftlichen Folgen sind gravierend: TB trifft überproportional die Ärmsten und Verwundbarsten - Menschen ohne Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung, mit schlechter Ernährung oder in beengten Wohnverhältnissen. Diagnostische Lücken bedeuten, dass Millionen von Erkrankungen nicht erkannt und nicht behandelt werden - das bedeutet weiteres Leiden, Infektionsketten und ökonomische Belastungen für Familien und Gesundheitssysteme zugleich.
Am World Tuberculosis Day (24. März) wird weltweit daran erinnert, dass Kosten und Ressourcen kein Hindernis sein dürfen, wenn wir die Tuberkulose in den Griff bekommen oder gar beenden wollen. Das Motto „Yes! We Can - End TB: Commit, Invest, Deliver“ ruft dazu auf, weltweit Engagement, finanzielle Mittel und politische Maßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose zu verstärken - und somit die Prävention, eine schnellere Diagnostik und wirksamere Therapien von Tuberkulose voranzubringen .
Quellen
1. World Health Organization. (2025, 14. März). Tuberculosis. Abgerufen von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/tuberculosis?.com
2. World Health Organization. (2024). 10 facts on tuberculosis. Abgerufen von https://www.who.int/news-room/facts-in-pictures/detail/tuberculosis?.com
3. World Health Organization. (2025). World TB Day 2025: Yes! We Can End TB – Commit, Invest, Deliver. Abgerufen von www.who.int (Eastern Mediterranean Region). https://www.who.int/campaigns/world-tb-day/2025
April
Das Wort Autismus – genauer gesagt die Autismus-Spektrum-Störungen – ist ein Sammelbegriff für Entwicklungsstörungen, die die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Sprache, die verbale und nonverbale Kommunikation, die Interessen oder die Verhaltensmuster betreffen. Die Entwicklungsstörungen und ihre Ausprägungen beginnen mit der Geburt oder im frühen Kindesalter und bleiben über das ganze Leben bestehen.
Die symptomatischen Auswirkungen können hierbei sehr verschieden sein. Altersunübliche Auffälligkeiten können unter anderem fehlende Empathie, mangelhafte kommunikative, sprachliche oder soziale Kompetenzen, ein Mangel an Fantasie und Kreativität oder eine Abwesenheit der Begleitgestik betreffen. Dazu können üblicherweise Angst-, Schlaf- oder Essstörungen, aggressives Verhalten, Wutausbrüche oder Autoaggression kommen.
Obwohl eine komplett krankheitsbezogene „Therapie“ nicht verfügbar ist, sind dennoch förderliche Interventionen möglich. Dies können beispielsweise eine Sprachförderung und ein verhaltenstherapeutischer Ansatz sein. Dieser beinhaltet die Kommunikation mit Gleichaltrigen oder das Spielverhalten. Auch die Frage nach der richtigen Schule und später dem richtigen Wohnort oder der Arbeitsstelle gilt es zu beantworten. Im Vordergrund stehen insgesamt psychoedukative Maßnahmen, die dem Betroffenen und seinen Angehörigen ein angebrachtes Störungskonzept vermitteln. Hier steht die Wissensvermittlung über den Autismus im Vordergrund, wobei eine Auseinandersetzung mit dem Störungsbild und dessen Akzeptanz von großer Wichtigkeit sind. Auch Gruppentherapien oder eine Pharmakotherapie können ergänzend Mittel der Wahl sein.
Trotz aller Unterschiede zu Menschen ohne Autismus-Störung ist es von großer Bedeutung, diese Differenzen im Alltag nicht noch größer zu machen, als diese sowieso schon sind. Der Umgang muss immer unter höchster Akzeptanz und Wertschätzung erfolgen.
Der Alltag einer Person mit Autismus muss nicht immer komplett andersartig sein. Gerade bei Ausprägungsformen mit geringeren Auswirkungen, wie beispielweise dem Asperger-Syndrom, sind normale Lebensformen mit dem alltäglichen Besuch einer Universität absolut möglich.
Es liegt an jedem einzelnen von uns, diese nicht wegzuredende Andersartigkeit nicht noch größer zu gestalten, denn jeder Mensch ist einzigartig und besonders.
Quellen:
1. Rank, S. M. (Hrsg.). (2020). Psychische Auffälligkeiten Im Säuglings- und Kleinkindalter: Praxis-Manual Für Pädagogische Berufsgruppen. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH. https://doi.org/10.1007/978-3-658-27810-6
2. Sinzig, J. (Hrsg.). (2011). Manuale psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Frühkindlicher Autismus. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-642-13071-7
3. Sainsbury, C. (7. November 2008). Asperger & Studium: Fragen und Antworten. Linus Müller. https://autismus-kultur.de/autistische-studierende-faq/
Der Weltgesundheitstag wurde von der WHO, der World Health Organization, 1954 ins Leben gerufen und findet jährlich am 07. April statt. Dieser Tag soll an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 1948 erinnern.
Jährlich bestimmt die WHO ein neues Gesundheitsthema, welches von globaler Relevanz ist und dessen Wichtigkeit in die Öffentlichkeit gerückt wird. Themen der vergangenen Jahre waren zum Beispiel “Kinder und Umwelt” (2003), “Gesundheitsberufe” (2006), “Depression” (2017) oder “Klimawandel und Gesundheit” (2022). Unter dem 1977 eingeführten Leitsatz „Gesundheit für alle“ fokussieren sich die Themen vorrangig auf die Entwicklung und Förderung nationaler Gesundheitssysteme. So rückte das Thema des Jahres 2022 die Folgen des Klimawandels auf die Gesundheit in den Vordergrund und verdeutlichte, dass eine Klimakrise auch ebenso eine Gesundheitskrise ist. Steigende Temperaturen, Überschwemmungen und extreme Regenfälle sind Auswirkungen dieser Krise und gefährden das Leben von Menschen weltweit. Dennoch verschlimmern wir, die Menschen, diesen Zustand jeden Tag immer mehr. Durch vom Menschen verursachte Gesundheitsgefahren wie zum Beispiel Luftverschmutzung, Zerstörung von Ökosystemen wie den Ozeanen und dem Regenwald sowie die Produktion und der Konsum von Tabak.
Der Weltgesundheitstag soll die Menschen daran erinnern, wie schön es wäre, wenn jeder Mensch saubere Luft, Zugang zu sauberem Wasser und sauberen Lebensmitteln hätte und man gemeinsam die Voraussetzungen für ein besseres Leben der Menschen schaffen würde.
Doch wie kannst Du dazu beitragen, unsere Erde ein kleines bisschen schöner und vor allem gesünder zu machen?
Versuch doch das nächste Mal, wenn Du in die Uni fährst, Dein Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel, statt des Autos zu nehmen. Zum Mittagessen probiere es doch mal mit etwas leckerem Vegetarischen oder Veganen, mit regionalen Zutaten. Und beim Einkaufen die Beutel für die Lebensmittel und das Obst nicht vergessen! Falls Du danach noch Lust auf etwas Bummeln hast, schau doch mal auf einem Flohmarkt oder in einem Second Hand Shop in Deiner Nähe vorbei.
Quellen:
1. Informationen zum Weltgesundheitstag. Weltgesundheitstag.
2. World Health Day 2022: Our planet, our health. WHO.
3. Klima und Gesundheit - Weltgesundheitstag am 7. April. Bundesministerium für Gesundheit.
Mai
Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die in jedem Lebensalter auftreten kann und an der laut WHO Zahlen weltweit in etwa 235 Millionen Menschen erkrankt sind. Beim Bundeslandvergleich in Deutschland variiert nach Angaben des RKI die Asthma-Prävalenz zwischen 3,0%–9,7% bei Frauen und 2,9%–7,0% bei Männern. Dennoch ist jedes zehnte Kind in Deutschland erkrankt. Aus diesem Grund wurde der 2. Mai jeden Jahres als Welt-Asthma-Tag ausgerufen.
Gerade der häufige Krankheitsausbruch in sehr jungen Jahren untermauert die Bedeutung der Krankheit zusätzlich. Unterschieden wird zwischen der allergiebedingten und der nicht-allergiebedingten Variante der Krankheit. Neben der medikamentösen Therapie sollten ergänzende Methoden zum Einsatz kommen. Hierzu gehören neben der Reizvermeidung auch die Gewichtsreduktion, eine gesunde Ernährung und als ganz wichtige Maßnahme bei Erwachsenen die Tabakentwöhnung. Die Therapie folgt in der Regel einer Stufenschematik.
Obwohl Asthma bronchiale nicht gerade zu den seltenen oder unbekannten Krankheiten zählt, ist die Aufklärung sowie das Wissen der Betroffenen, ihrer Angehörigen, wie beispielsweise der Eltern, und der allgemeinen Bevölkerung nicht immer ausreichend. Sollte man einmal in die Situation kommen, einen Asthmaanfall zu beobachten, ist es wichtig, die betroffene Person zu beruhigen und in eine Position zu bringen, in der diese gut Luft bekommt. Auch kann man ihr helfen, wenn möglich das Asthmaspray einzunehmen. Stellt sich keine Besserung ein, ist es wichtig den Rettungsdienst (Tel. 112) zu alarmieren.
Zudem ist es wichtig zu erwähnen, dass für Asthmatiker nicht alle Berufe und die damit verbundenen Orte geeignet sind. Dies sollte bereits in der Zeit des Studiums berücksichtigt werden, was jedoch nicht bedeutet, dass man sich aufgrund jeder chronischen Asthma-Erkrankung in allen Lebensbereichen einschränken zu muss.
Gerade in Zeiten der Pandemie mit dem neuartigen Corona-Virus ist es wichtig, andere Erkrankungen, gerade was die Atemwege betrifft, nicht vollständig aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig ist die Versorgungssituation der Betroffenen von Asthma bronchiale nicht immer als sehr gut einzustufen. Der Zugang zu evidenzbasierten Therapieformen wie der Pharmakotherapie ist hier von entscheidender Bedeutung.
Quellen:
1. Asthma: Medikamente und weitere Behandlungsoptionen. (2021, 7. Juni). https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/therapien/index.html
2. Schneider, A. (2020, 3. September). Verlauf von Patienten mit Asthma bronchiale in Bayern - Analyse des DMP Asthma. https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/gesundheitsversorgungsforschung/informationsplattform_versorgungsforschung/tuminamed_schwpkt1_projekt1.htm
3. Weber-Fina, U. (2022). Zahl der Menschen mit Asthma nimmt weltweit zu. DAZ.online. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2022/05/03/asthma-nimmt-weltweit-zu
Jeder von uns kennt es: Die Klausuren stehen an, die Abschlussarbeit muss geschrieben werden, die Arbeit ruft und ein Privatleben sollte man auch nicht vollständig außen vor lassen. Man ist der mehr oder minder stark ausgeprägten Erschöpfung nahe.
Doch neben der völlig normalen Erschöpfung, die wahrscheinlich nahezu jede:r von uns kennt, gibt es auch ein Krankheitsbild, welches eine physische wie psychische Erschöpfbarkeit als Leitsymptom hat. Die Erkrankung zeigt sich in einem länger anhaltenden Erschöpfungszustand, der das gewöhnliche Maß übersteigt und für den es keine eindeutige Erklärung gibt. Die Rede ist vom Chronischen Erschöpfungssyndrom, auch Chronic Fatigue Syndrome/CFS) oder Myalgische Enzephalomyelitis (ME) genannt.
Die Erkrankung ist nicht allseits in der Bevölkerung bekannt, was unter anderem an der schwierigen Diagnostik liegt. Eine Abgrenzung zwischen Erschöpfung als Symptom beziehungsweise als Alltagsphänom und dem eigenständigen Krankheitsbild eines CFS/einer ME ist sehr diffizil. Eine klinisch gesicherte, ungeklärt andauernde oder wiederkehrende chronische Erschöpfung gilt als Hauptdiagnosekriterium. Symptome können sein: Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses oder der Konzentration, Halsschmerzen, empfindliche Hals- und Achsellymphknoten, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen an diversen Lokalisationen, ohne Schwellung oder Rötung, Kopfschmerzen eines neuen Typs, Musters und Schweregrads, keine Erholung durch Schlaf oder Zustandsverschlechterung für mehr als 24 Stunden nach Anstrengungen. In Deutschland leiden aktuell etwa 300.000 Menschen am CFS.
Die Entstehungsursache eines CFS/der ME ist noch nicht vollständig geklärt. Häufig tritt das Krankheitsbild nach einem Infekt auf. Heute geht man davon aus, dass bei der Krankheitsentstehung Autoimmunprozesse eine Rolle spielen, die in erster Linie das Nervensystem betreffen, die sich aber auch auf viele andere Organe auswirken. Von daher wird die Erkrankung heute als neuroimmunologische Multisystemerkrankung verstanden.
Am 12. Mai findet der internationale Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms statt, um das allgemeine Bewusstsein der Bevölkerung für diese Krankheit zu erhöhen. Die COVID-19 Pandemie und ihre Folgen, vor allem das Long-COVID-Syndomm, bei dem man vermehrt Symptome beobachten kann, die auch auf das CFS zutreffen, haben sowohl auf allgemeiner als auch auf wissenschaftlicher Seite zu einem deutlich zunehmenden Interesse an diesem Krankheitsbild geführt.
Wichtig, vor allem auch für Betroffenen, ist, dass es uns nachhaltig gelingt, das Phänomen als das zu bezeichnen, was es ist: eine Erkrankung.
Quellen:
1. Demut und Akzeptanz: Arbeiten innerhalb unserer Grenzen mit Long COVID und Myalgischer Enzephalomyelitis/chronischem Erschöpfungssyndrom (2021). physioscience, 17(03), 137–138. https://doi.org/10.1055/a-1526-7474
2. Martin, A. & Gaab, J. (2011). Chronisches Erschöpfungssyndrom. Psychotherapeut, 56(3), 231–238. https://doi.org/10.1007/s00278-011-0828-1
3. Montoya, J. G., Holmes, T. H., Anderson, J. N., Maecker, H. T., Rosenberg-Hasson, Y., Valencia, I. J., Chu, L., Younger, J. W., Tato, C. M. & Davis, M. M. (2017). Cytokine signature associated with disease severity in chronic fatigue syndrome patients. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 114(34), E7150-E7158. https://doi.org/10.1073/pnas.1710519114
4. Schneglberger, J. (2010). Burnout-Prävention unter psychodynamischem Aspekt. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-92222-5
5. Medizinische Universität Wien. Informationen zu ME/CFS. https://www.meduniwien.ac.at/web/forschung/projekte/computer-based-clustering-of-chronic-fatigue-syndrome-patients/allgemeine-informationen/
Bluthochdruck (Hypertonie) gehört weltweit zu den stillen, aber tödlichen Gesundheitsrisiken. Er ist definiert als dauerhaft erhöhter Blutdruck (≥ 140/90 mmHg) und bleibt oft symptomlos, bis gravierende Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden oder andere Organschäden auftreten.
Die Verbreitung ist enorm: Schätzungsweise 1,28 Milliarden Erwachsene im Alter von 30-79 Jahren leiden unter Hypertonie, wobei etwa zwei Drittel in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen leben.
Nahezu die Hälfte der Betroffenen weiß nicht, dass sie Hypertonie haben. Von allen mit Hypertonie diagnostizierten Personen nehmen nur etwa 42 % eine Behandlung in Anspruch, und lediglich rund 21 % haben ihren Blutdruck ausreichend unter Kontrolle.
Gesellschaftlich gesehen sind die Folgen weitreichend: Hypertonie wirkt sich nicht nur auf die individuelle Gesundheit aus, sondern belastet Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften stark. Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung (hoher Salzkonsum), Bewegungsmangel, Stress, Tabak- und Alkoholkonsum spielen eine große Rolle.
Zudem gibt es große Ungleichheiten – viele Menschen haben keinen einfachen Zugang zu medizinischer Betreuung oder validen Geräten zur Blutdruckmessung, was Diagnosen verzögert und die Behandlung erschwert.
Der World Hypertension Day, jährlich am 17. Mai, soll Bewusstsein schaffen für das Risiko von unentdecktem und unbehandeltem Bluthochdruck, zur frühzeitigen Messung motivieren und zeigen, wie wichtig eine zuverlässige Messung, Prävention sowie Therapie sind.
Das Motto aus dem Jahr 2024 „Measure Your Blood Pressure Accurately, Control It, Live Longer!“ betont, dass kleine Schritte wie regelmäßiges Blutdruckmessen und Kontrolle große Auswirkungen auf Leben und Gesundheit haben können.
Quellen:
1. World Health Organization. (2023, 16. März). Hypertension fact sheet. Abgerufen von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension?.com
2. World Health Organization. (2025, 17. Mai). World Hypertension Day 2025: Measure Your Blood Pressure Accurately, Control 3. It, Live Longer! Abgerufen von https://www.who.int/southeastasia/news/detail/17-05-2025-world-hypertension-day?.com
International Society of Hypertension. (2025). World Hypertension Day & May Measurement Month Themes. Abgerufen von https://ish-world.com/world-hypertension-day-2025?.com
Unter MS versteht man die Nervenkrankheit Multiple Sklerose. Es ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems im jungen Erwachsenenalter. Die meisten Patienten sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. In Deutschland sind Stand 2019 ca. 240.000 Menschen daran erkrankt, davon sind über 70% weiblich.
Bei MS handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, was bedeutet, dass sich das eigene Immunsystem gegen bestimmte Eiweißbestandteile des zentralen Nervensystems richtet. Es gelangen Lymphozyten ins Gehirn und lösen dort Entzündungsreaktionen aus, was wiederrum Nervenzellen schädigt und zerstört.
Bei der Multiplen Sklerose gibt es sehr viele verschiedene Anzeichen und Symptome, die auftreten können. Häufige typische Symptome gerade zu Beginn sind Sehstörungen bzw. verschwommenes Sehen durch eine Entzündung des Sehnervs, Taubheitsgefühle an verschiedenen Körperstellen und ein unsicherer Gang, ausgelöst durch Schwindelanfälle.
Häufig hört man im Zusammenhang mit MS von einen sogenannten MS-Schub. Darunter versteht man neu auftretende Symptome, die länger als 24 Stunden bestehen und dem zentralen Nervensystem zuzuordnen sind. Oft dauern diese mehrere Tage und klingen dann wieder ab. Aber auch da gibt es wie bei dem ganzen Krankheitsbild Unterschiede. Manche Patienten leiden unter vielen Schüben, andere wiederum haben nur selten Schübe. Die meisten Symptome bilden sich wieder zurück, können aber bei einzelnen Patienten auch zu manifestierten Einschränkungen führen. Daneben gibt es auch eine Sonderform, die weniger als 10% der MS-Erkrankten betrifft. Dabei kommt es nicht zu Schüben, sondern zu einer stufenweisen und kontinuierlichen Behinderung aufgrund von bleibenden Schädigungen des Nervensystems.
Multiple Sklerose trägt nicht umsonst den Namen „Krankheit mit den vielen Gesichtern“
Bei einem akuten MS-Schub sollte man sofort einen Neurologen aufsuchen und eine Therapie der aufkommenden Symptome einleiten. Wichtig zu wissen ist auch: Man kann auch selbst zu einem besseren Wohlbefinden beitragen bei der Diagnose MS. Heute weiß man, dass z.B. die Ernährung eine Rolle im Krankheitsverlauf spielen kann.
Du möchtest mehr wissen? Dann kannst Du auf diesen Link klicken: https://www.dmsg.de/
Quellen:
1. Friedrich, A. (2020). Ratgeber Multiple Sklerose. Springer Berlin Heidelberg.
2. Petersen, G., Wittmann, R., Arndt, V., & Göpffarth, D. (2014). Epidemiologie der multiplen sklerose in deutschland. Der Nervenarzt, 85(8), 990-998.
3. Beer, S., & Kesselring, J. (2014). Multiple Sklerose. Der Ophthalmologe, 111(8), 715-721.
4. DMSG. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft. https://www.dmsg.de/
Der World No Tobacco Day, jährlich am 31. Mai, wurde 1987 von den WHO-Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen, um weltweit auf die verheerenden Folgen des Tabakkonsums aufmerksam zu machen.
Tabakkonsum ist eine der vermeidbarsten Todesursachen: Weltweit sterben jährlich über 8 Millionen Menschen daran – davon mehr als 7 Millionen aktive Raucher*innen und über 1 Million Nichtrauchende durch Passivrauchbelastung.
Die diesjährige Kampagne (2025) trägt das Motto „Unmasking the Appeal”. Sie richtet sich gegen verlockende Aromen, auffällige Verpackungen und geschickte Produktvermarktung – insbesondere mit Blick auf junge Menschen – mit dem Ziel, diese Marketingstrategien transparent zu machen und politischen Schutz zu stärken.
Tabak schadet nicht nur der Gesundheit: Er belastet auch die Umwelt – durch Anbau, Produktion, Vertrieb und Abfall – und verstärkt soziale und ökonomische Ungleichheiten. Ärmere Regionen leiden besonders unter den Folgen.
Quellen:
1. World Health Organization. (2025). World No Tobacco Day 2025: Unmasking the appeal. Abgerufen von https://www.who.int/europe/event/world-no-tobacco-day-2025?.com
2. World Health Organization. (2025). Tobacco control. Abgerufen von https://www.paho.org/en/topics/tobacco-control?.com
3. World Health Organization. (2025). Theme for World No Tobacco Day 2025. Abgerufen von https://www.who.int/southeastasia/news/detail/31-05-2025-world-no-tobacco-day?.com
Juni
Der Tag der Organspende findet an jedem ersten Samstag im Juni statt.
Aktuell warten allein nur in Deutschland über 9.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Im Durchschnitt wartet man über 6 Jahre, bis sich eine Spende ergibt. Für eine Organspende gibt es keine Altersbegrenzung, für das Tragen eines Organspendeausweises sollte man jedoch mindestens 16 Jahre alt sein.
Über die Tauglichkeit der Organe entscheiden die Ärzte. Die Voraussetzungen sind jedoch eine nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellter irreversibler Hirnfunktionsausfall sowie die Einwilligung zur Organspende. Die Einwilligung kann zum Beispiel eine schriftliche Einverständniserklärung in Form eines Organspendeausweises oder einer Patientenverfügung sein. Ebenso kann sie von den Angehörigen im Nachgang erfolgen, die den Willen des Verstorbenen umsetzen.
Organe, die gespendet werden können, sind Herz, Lunge, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm. Insbesondere Nieren werden am dringendsten benötigt. Der Ausweis ist klein und handlich und kann in dem eigenen Portemonnaie aufbewahrt werden. Er kann allein zu Hause ausgefüllt werden, eine ärztliche Beratung ist dabei nicht von Nöten, kann aber erfolgen, sollte man dies wünschen. Der Ausweis enthält die wichtigsten personenbezogenen Daten, sowie eine Entscheidung oder ein Widerspruch zur Organspende nach dem Tod. Des Weiteren können einzelne Organe von einer Spende ausgeschlossen werden.
Eine Auswahl der Spenderperson, zum Beispiel nach Alter oder Geschlecht, ist nicht möglich. Euren Organspendeausweis könnt Ihr Euch hier herunter laden: Dein Organspendeausweis!
Sich mit dem eigenen Tod in jungen Jahren auseinanderzusetzen, ist für viele befremdlich. Dennoch ist die Entscheidung für einen Organspendeausweis die Entscheidung für das Leben eines anderen, auch nach dem eigenen Tod.
Quellen:
1. Informationen über Organspende. Tag der Organspende. (cited July 9th 2022). Available from: https://www.tagderorganspende.de/informationen-ueber-organspende/
2. Knoch, R., Badenberg, R., Knoch, R., Badenberg, R. (2016). Organspende: Hintergründe und Entscheidungshilfen. Deutschland: SCM Hänssler im SCM-Verlag.
3. Fragen und Antworten zum Thema Organspende. Bundesministerium für Gesundheit. (cited July 9th 2022). Available from: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/organspende/faqs.html
4. Welche Organe gespendet und transplantiert werden können, ist gesetzlich streng geregelt. Organspende – Die Entscheidung zählt. (cited July 9th 2022). Available from: https://www.organspende-info.de/organspende/transplantierbare-organe/
Der World Blood Donor Day wird jedes Jahr am 14. Juni begangen. Er soll auf die große Bedeutung sicherer Blutspenden aufmerksam machen und gleichzeitig die Millionen freiwilligen und unentgeltlichen Spenderinnen und Spender weltweit würdigen.
Blut und Blutprodukte sind unverzichtbar in der modernen Medizin: Sie retten Leben bei schweren Verletzungen und Unfällen, helfen bei großen Operationen, unterstützen Krebspatient:innen während der Therapie und sind entscheidend bei Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Auch Kinder, die unter schwerer Blutarmut leiden, sind häufig auf Bluttransfusionen angewiesen. Eine einzige Blutspende kann bis zu drei Menschenleben retten.
Das Motto für 2025 lautet „Give blood, give hope: together we save lives“. Es betont die doppelte Wirkung einer Blutspende: Sie sichert nicht nur den medizinischen Bedarf, sondern schenkt Hoffnung, Solidarität und Gemeinschaft.
Trotz großer Fortschritte bleibt die Versorgung vieler Länder unzureichend. Besonders in einkommensschwachen Staaten fehlt es weiterhin an ausreichenden Spenden und an stabilen Gesundheitssystemen, um Blut sicher zu gewinnen, zu testen und zu lagern. Hier zeigt sich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, Bewusstseinsbildung und politische Unterstützung sind.
Der Welttag ruft daher nicht nur Einzelne zum Spenden auf, sondern auch Regierungen, Gesundheitseinrichtungen und Organisationen, langfristige Strukturen zu schaffen, um eine sichere und gerechte Blutversorgung weltweit zu gewährleisten.
Quellen:
1. World Health Organization. (2025). World Blood Donor Day 2025: Give blood, give hope: together we save lives. Abgerufen von https://www.who.int/campaigns/world-blood-donor-day/2025?.com
2. Pan American Health Organization. (2025). World Blood Donor Day 2025 resource: Give blood, give hope. Abgerufen von https://www.paho.org/en/campaigns/world-blood-donor-day-2025?.com
3. World Health Organization – Regional Office for the Eastern Mediterranean. (2025). World Blood Donor Day 2025: Give blood, give hope: together we save lives. Abgerufen von https://www.emro.who.int/media/news/world-blood-donor-day-2025-give-blood-give-hope-together-we-save-lives.html?.com
Schlaf ist essentiell für eine optimale Funktion unseres Körpers und zur Aufrechterhaltung unserer physischen und psychischen Gesundheit. Gemessen am durchschnittlichen Sterbealter, schlafen wir rund 1/3 unseres Lebens. Die meisten Menschen schlafen ca. 7 bis 8 Stunden pro Tag, wobei jeder von uns sein eigenes individuelles Schlafpensum hat. Es gilt ungefähr: Wer trotz langen Sitzens am Tag nicht müde wird, hat in der Nacht genügend Schlaf bekommen.
Mit schlechtem Schlaf können auch bestimmte Beschwerden einhergehen. Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafproblemen, was man Insomnie (wenn Symptome über vier Wochen hinweg mindestens 3 Tage/Woche auftreten) nennt. Daneben gibt es die Hypersomnie, bei der Menschen den ganzen Tag über eine erhöhte Schläfrigkeit wahrnehmen. Dabei gibt es oft während des Schlafs nicht wahrgenommene Unterbrechungen, die dann trotz hohem Schlafpensum einen erholsamen Schlaf verhindern.
Für uns Studierende ist wichtig: Wenn man nicht ausreichend schläft oder unter Schlafstörungen leidet, kann das die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen. Zudem wirkt schlechter Schlaf sich negativ auf die Stimmung aus. Bei dem aktuellen Gesundheitssurvey von TUM4Health gaben 37,6% der Befragten an, mindestens einmal pro Woche nicht innerhalb von 30 Minuten einschlafen zu können. Die drei häufigsten Durchschlafprobleme waren Gedankenkreisen, Lärm und körperliche Beschwerden. Im Durchschnitt schlafen TUM Studierende ca. 8 Stunden, was der empfohlenen Schlafdauer für diese Altersgruppe entspricht.
Wusstest Du, dass Unterschiede zwischen den Studiengängen hinsichtlich der Schlafqualität der Studierenden nachgewiesen werden konnten? Eine Studie fand heraus, dass Studierende der Fachrichtung Kunst/Musik/Design den schlechtesten Schlaf haben und am häufigsten unter Alpträumen leiden. Bei unserem Gesundheitssurvey waren es insbesondere die Studierenden der TUM School of Management, die angaben, eine schlechte Schlafqualität zu haben, dicht gefolgt von den Mathematik-Studierenden.
Falls Du auch unter schlechtem Schlaf oder Einschlafproblemen leidest, findest Du auf unserer TUM4Health Website Tipps für ein besseres Einschlafen und weitere Informationen zum Thema Schlaf und Erholung.
Quellen:
1. Kraftquelle Schlaf. (2017). psychopraxis. neuropraxis, 20(3), 114-115. doi:10.1007/s00739-017-0398-2
2. Friedrich, A., Claßen, M., & Schlarb, A. A. (2016). Sag mir, was Du studierst, und ich sag Dir, wie Du schläfst. Somnologie, 20(4), 281-287. DOI:10.1007/s11818-016-0076-2
3. TK; Banks S; Van Dongen HPA; Maislin G; Dinges DF. Neurobehavioral dynamics following chronic sleep restriction: dose-response effects of one night for recovery. SLEEP 2010;33(8):1013-1026;
4. Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vom 05.10.2010
5. Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vom 20.12.2010
6. Penzel T. et. al. (2005). Schlafstörungen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 27. Robert Koch Institut
7. TUM4Health. Gesundheitssurvey 2.0
Dieser Tag soll uns daran erinnern, dass Drogen ein großes individuelles und auch gesellschaftliches Problem darstellen. Doch über was reden wir genau, wenn wir über Drogen reden?
Als erstes denkt man an die in Deutschland illegalen Drogen wie LSD, Cannabis, Kokain usw. doch auch schon Alkohol und Zigaretten zählen zu dem Begriff Droge, sind jedoch auf legalem Wege zu erwerben und zu konsumieren. Bei dem TUM Gesundheitssurvey 2021 gaben 13,2% der Studierenden an, mindestens gelegentlich zu rauchen.
Die meisten Drogen wirken stimulierend, aufputschend oder auch beruhigend. Aus diesen Gründen ist Drogenkonsum auch im Setting Schule und Universität längst angekommen. Eine Studie aus Mainz hat 2013 herausgefunden, dass einer von fünf Studierenden bereits mit Doping Erfahrungen hatte, um so dem Druck standzuhalten und sich zu besseren Noten zu verhelfen.
Oft nehmen Studierende das verschreibungspflichtige Betäubungsmittel Ritalin zu sich, dass eine anregende Wirkung hat und die Konzentration steigert. Auch sogenannte Hypnotika (Schlaftabletten) sind beliebte "Hilfsmittel", um vor Stress und Panik zu fliehen. Beim Gesundheitssurvey der TUM gaben die meisten der Probanden an, aufgrund von Stress zu rauchen.
Was viele leider außer Acht lassen: Dir mag es für den einen Moment gut gehen, doch es löst nicht das eigentliche Problem, sondern bringt Dich in einen Teufelskreis und kann schlimme Nebenwirkungen hervorrufen. Gerade Ritalin kann zu Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit oder Appetitlosigkeit führen. Andere lösen Kopfschmerzen, Zittern und Muskelschmerzen aus. Wer bestimmte Medikamente über einen längeren Zeitraum zu sich nimmt, wird abhängig und nach Beendigung des Konsums treten häufig Entzugserscheinungen auf.
Quellen:
1. Quednow, B. B., Vogelsang, F., & Hoppe, C. (2011). Muss nur die Chemie stimmen? Verbesserung der Gehirnleistung durch Drogen und Neuropsychopharmaka. Begegnungen, 57-73.
2. Colzato, L. S., & Arntz, F. E. (2017). Ritalin. In Theory-driven approaches to cognitive enhancement (pp. 71-80). Springer, Cham.
3. Silbereisen, R. K., & Reese, A. (2001). Substanzgebrauch: Illegale Drogen und Alkohol. In Risikoverhaltensweisen Jugendlicher (pp. 131-153). VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
4. Dietz, P., Striegel, H., Franke, A. G., Lieb, K., Simon, P., & Ulrich, R. (2013). Randomized Response Estimates for the 12-Month Prevalence of Cognitive-Enhancing Drug Use in University Students. Pharmacotherapy: The Journal of Human Pharmacology and Drug Therapy, 33(1), 44-50. DOI: 10.1002/phar.1166
5. Candido, F. J., Souza, R., Stumpf, M. A., Fernandes, L. G., Veiga, R., Santin, M., & Kluthcovsky, A. (2018). The use of drugs and medical students: a literature review. Revista da Associação Médica Brasileira, 64, 462-468.
6. Franke, A. G. (2019). Welche Alternativen gibt es? In Hirndoping & Co. (pp. 191-207). Springer, Berlin, Heidelberg.
Juli
Der Welt-Hepatitis-Tag findet jährlich am 28. Juli, dem Geburtstag von Baruch Samuel Blumberg, statt. Er entdeckte im Jahr 1965 als erster ein Protein des Erregers der Hepatitis B.
Bei einer Hepatitis handelt es sich um eine Leberentzündung, die verschiedene Ursachen haben kann. Eine besonders häufige Ursache sind Hepatitis-Viren. Die wichtigsten Viren sind Hepatitis A, B, C, D und E. Diese Viren sind völlig unterschiedlich. Sie werden anders übertragen, anders behandelt und können sich nicht ineinander umwandeln. Sie haben nur gemeinsam, dass sie zu einer Leberentzündung führen.
Alle Hepatitis-Infektionen können im Akutstadium von selbst ausheilen, sie müssen es aber nicht. Im Gegensatz zur Hepatitis A, die nicht chronisch werden kann, können alle anderen Formen der Virushepatitis (Hepatitis B, C, D und (selten) E) in ein chronisches Stadium übergehen. Weltweit sind 296 Millionen Menschen von chronischer Hepatitis B betroffen und 58 Millionen Menschen leiden an chronischer Hepatitis C.
Hepatitis-Virus-Infektionen sind im Allgemeinen gut behandelbar. Es sind jedoch regelmäßige ärztliche Untersuchungen nötig, da die Infektionen oft für mehrere Jahre unerkannt bleiben und zu schweren Schäden im Körper wie zum Beispiel Leberzirrhose oder Leberkrebs führen können. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren im Rahmen des Gesundheits-Check-Up einmalig Anspruch auf ein Screening auf eine Hepatitis-B und Hepatitis-C-Virusinfektion. Die Untersuchung kann zum Beispiel vom Hausarzt durchgeführt werden.
Zudem gibt es eine Impfung gegen Hepatitis A und B. Die Impfung gegen Hepatitis B wird von der STIKO für alle Menschen zwischen 9 und 17 Jahren empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis A hingegen wird insbesondere für gefährdete Personen empfohlen. Diese sind zum Beispiel Personen mit Lebererkrankungen, Beschäftigte im Gesundheitsdienst, Personen mit einem infektionsgefährdenden Sexualverhalten sowie Reisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Prävalenz. Die Grundimmunisierung erfolgt in zwei Impfdosen im Abstand von sechs Monaten und ist schätzungsweise 12 Jahre gültig.
Viele Studierende zieht es während oder nach dem Studium ins Ausland. Hierzu empfiehlt es sich, mit dem Hausarzt vorher den aktuellen Impfstatus zu prüfen. Eine Hepatitis A Impfung wird zum Beispiel bei Reisen nach Afrika, Mittel- und Südamerika, Südosteuropa und Asien empfohlen. Die Impfung muss selbst bezahlen werden, jedoch erstatten die Krankenkassen diese in der Regel den Versicherten.
Quellen:
1. Hepatitis A-E. Welthapititistag.Info. (cited July 2nd 2022). Available from: http://www.welthepatitistag.info/infos/hepatitis-a-e/
2. Hepatitis-B-Impfung bei Jugendlichen. Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. (cited July 2nd 2022). Available from: https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hepatitis-b/
3. Schutzimpfung gegen Hepatitis A: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Robert Koch Institut. (cited July 2nd 2022). Available from: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/HepatitisA/FAQ-Liste_HepA_Impfen.html
4. Die Techniker. Screenings auf Hepatitis-B und Hepatitis-C-Virusinfektion. (2026) https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/frueherkennung/screenings-auf-hepatitis-b-und-auf-hepatitis-c-virusinfektion-2101282
September
Leben retten kann einfach sein. Dafür ist es wichtig zu wissen, was man bei einem Unfall oder ernsten Vorfall mit einer verletzten Person zu tun hat, wenn man der erste an der Stelle ist.
Heute, am 09.09, ist Tag der Ersten Hilfe. Wann war dein letzter „Erste-Hilfe-Kurs“?
In Deutschland gibt es jeden Tag rund 2500 Erste-Hilfe-Fälle. Wenn Du Erste Hilfe leisten kannst, dann bist Du gesetzlich sogar dazu verpflichtet, denn die Pflicht zur Hilfe ist im Strafgesetzbuch verankert. Bei einer ADAC-Umfrage trauten sich nur 52% der Menschen zu, Erste Hilfe leisten zu können. Von daher ist es wichtig zu wissen, dass Erste Hilfe immer geleistet werden sollte, selbst wenn man denkt, man könne es nicht.
Was ist bei Erster Hilfe grundsätzlich zu tun?
Zunächst geht es darum, sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen und ggf. die Unfallstelle abzusichern. Danach muss geprüft werden, ob die Person bei Bewusstsein ist. Im Anschluss sollte unverzüglich der Notruf abgesetzt (Notruf: 112, Angaben: Wo, Was, Wie viele Verletzte, Welche Art von Verletzungen - auf Rückfragen warten) und ggf. mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen werden.
- Ist die Person bei Bewusstsein, kann bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes damit begonnen werden, Verletzungen zu versorgen und Blutungen zu stillen.
- Sollte die Person nicht bei Bewusstsein, die Atmung aber normal sein, bringt man den Verunfallten in die stabile Seitenlage.
- Wenn die Atmung unregelmäßig oder nicht vorhanden ist, beginnt man sofort mit der Wiederbelebung: 30-mal Herzdruckmassage und 2-mal Beatmung abwechselnd. Diese Basisreanimation muss bis zum Wiedereinsetzen der Atmung oder bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aufrechterhalten werden.
Wenn Du Dich nun gefragt hast, wie genau die stabile Seitenlage funktioniert oder wie man einen Menschen korrekt wiederbeleben kann, dann ist jetzt der Zeitpunkt, Dich bei einem Erste-Hilfe-Kurs anzumelden. Auch wir an der TUM haben die Möglichkeit, kostenlos an Erste-Hilfe-Kursen der TUM teilzunehmen. Man sollte seine Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen.
Auf der Seite des Deutschen Roten Kreuzes oder der DGUV findest Du zudem Karten zur Ersten Hilfe zum Bestellen oder Herunterladen, um sie in den Geldbeutel oder ins Auto zu legen. Zum Beispiel hier.
Erste Hilfe zu leisten, lohnt sich immer!
Quellen:
1. https://www.malteser.de/aware/hilfreich/erste-hilfe-massnahmen-das-kannst-du-tun.html
2. Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Erste Hilfsmaßnahmen: Jede Sekunde zählt! (2026) https://www.stmi.bayern.de/bevoelkerungsschutz/ersthelfer-vor-ort/
3. Deutsches Rotes Kreuz. Erste Hilfe: Praktische Anleitungen. (2026) https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/
4. Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Fit in Erster Hilfe. Jede Sekunde zählt. (2023) https://assets.johanniter.de/JUH/Hessen-Rheinland-Pfalz-Saarland/Mittelhessen/Dateidownloads/Broschuere__Fit_in_Erster_Hilfe_.pdf
5. Deutsche gesetzliche Unfallversicherung Spitzeverband. Handbuch zur Ersten Hilfe. (2023) https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/826
Der World Suicide Prevention Day findet jährlich am 10. September statt und wird organisiert von der International Association for Suicide Prevention (IASP) gemeinsam mit der WHO. Sein Ziel ist: weltweit Bewusstsein schaffen, dass Suizid verhindert werden kann.
Weltweit nehmen sich über 720.000 Menschen pro Jahr das Leben.
Besonders betroffen sind junge Menschen: Suizid gehört zu den führenden Todesursachen unter 15- bis 29-Jährigen.
Ursachen für suizidales Verhalten sind komplex und multifaktoriell: psychische Erkrankungen, Verlust, Isolation, Diskriminierung, Missbrauch, chronischer Schmerz oder Krankheit, wirtschaftliche Schwierigkeiten und andere belastende Lebensumstände.
Effektive Präventionsmaßnahmen umfassen:
- die Begrenzung des Zugangs zu Mitteln, mit denen Suizid möglich ist (z. B. bestimmte Medikamente, Waffen, Pestizide)
- eine verantwortungsvolle Berichterstattung in Medien
- frühe Erkennung, Intervention und Nachsorge bei gefährdeten Personen
- Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten, besonders bei Jugendlichen
- Aufbrechen von Stigmata und Tabus, sodass Betroffene sich eher Hilfe suchen.
Der Welttag soll dazu motivieren, dass sowohl Einzelne als auch Institutionen Verantwortung übernehmen – durch Gespräche, Unterstützung und politische Maßnahmen. Denn jede verhinderte Suizidhandlung zählt.
Quellen:
1. World Health Organization. (2025). World Suicide Prevention Day 2025. Abgerufen von https://www.who.int/campaigns/world-suicide-prevention-day
2. World Health Organization – Regional Office for the Eastern Mediterranean. (2025, 9. September). World Suicide Prevention Day 2025 Medienmitteilung. Abgerufen von https://www.emro.who.int/media/news/world-suicide-prevention-day-2025.html?.com
3. Pan American Health Organization. (2024). World Suicide Prevention Day: Changing the narrative and fostering a culture of support. Abgerufen von https://www.paho.org/en/news/9-9-2024-world-suicide-prevention-day-paho-calls-changing-stigmatizing-narrative-and-fostering?.com
Der World Lung Day wird jährlich am 25. September begangen und wurde vom Forum der Internationalen Atemwegsgesellschaften (FIRS) ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der Lungen- und Atemwegsgesundheit zu schärfen und Maßnahmen zu deren Förderung zu ergreifen.
Das Motto des World Lung Day 2025 lautet „Healthy Lungs - Healthy Life“. FIRS setzt sich dafür ein, gesunde Lungen und ein gesundes Leben für alle Menschen weltweit zu fördern. Die Organisation engagiert sich dafür, das Bewusstsein für die Bedeutung der Lungengesundheit zu stärken.
Gesunde Lungen sind essenziell für ein gesundes Leben, denn Luftverschmutzung, Rauchen und andere Belastungen können die Atemwege dauerhaft schädigen, Asthma verschlimmern und zu chronischen Lungenerkrankungen führen.
Auch 2025 steht der Tag wieder ganz im Zeichen der Aufklärung und Prävention. Unsere Lunge ist ein wahres Wunderorgan: Sie ermöglicht uns täglich rund 20.000 Atemzüge, bewegt dabei etwa 10.000 Liter Luft und verfügt über circa 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen), die gemeinsam eine Fläche von 80–140 m² ergeben – so groß wie ein halber Tennisplatz.
Doch unsere Lunge ist empfindlich: Raucher*innen leben statistisch zehn Jahre kürzer als Nichtraucher*innen. Neben Tabakkonsum und Vaping stellen auch Feinstaub und Luftverschmutzung eine große Belastung für Atemwege und Immunsystem dar. Infektionen wie Grippe, COVID-19 oder Pneumonie sowie chronische Erkrankungen wie Asthma und Allergien können die Lunge zusätzlich schwächen.
Umso wichtiger ist es, aktiv etwas für die eigene Lungen- und Atemwegsgesundheit zu tun. Der beste Schutz ist, rauchfrei zu bleiben. Auch regelmäßige körperliche Aktivität und Ausdauertraining stärken Lunge und Herz. Wer frische Luft in Grünflächen sucht und smogbelastete Zonen meidet, schont seine Atemwege. Zusätzlich tragen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und Impfungen zum Infektionsschutz bei. Atemübungen und Stressabbau können die Lungenkapazität unterstützen und so die Gesundheit nachhaltig fördern.
Quellen:
1. Bayerisches Ärzteblatt. Zahlen & Fakten: Atemwege und Lunge. (2013) Verfügbar unter: https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2013/06/einzelpdf/BAB_6_272_276.pdf . Abgerufen am 24. September 2025.
2. Deutsche Herzstiftung. Zahlen & Fakten: Atemwege und Lunge. (2018) Verfügbar unter: https://herzstiftung.de/system/files/2020-05/HB0118-zahlen-fakten-atemwege-lunge.pdf . Abgerufen am 24. September 2025.
3. Forum of International Respiratory Societies (FIRS). World Lung Day 2025 – Healthy Lungs, Healthy Life. Verfügbar unter: https://firsnet.org/world-lung-day-2025/ . Abgerufen am 24. September 2025.
4. World Health Organization (WHO). Smoking is the leading cause of chronic obstructive pulmonary disease. (2023) Verfügbar unter: https://www.who.int/news/item/15-11-2023-smoking-is-the-leading-cause-of-chronic-obstructive-pulmonary-disease?utm.com . Abgerufen am 24. September 2025.
Am 29. September ist Tag der Endometriose. Wusstest Du, dass zwischen den ersten Symptomen und der Diagnosestellung im Durchschnitt etwa zehn Jahre vergehen? Doch was ist eigentlich Endometriose?
Endometriose ist eine gutartige, aber chronisch verlaufende Erkrankung. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, jedoch außerhalb der Gebärmutter. Dieses Gewebe kann sich im Bauch- und Beckenraum, am Darm oder an anderen Organen ansiedeln. Am Ende jedes Zyklus wird es abgestoßen, was bei manchen Frauen kaum Probleme bereitet, bei anderen jedoch zu Entzündungen, Zysten oder Verklebungen führt.
Die Erkrankung betrifft etwa 1 von 10 Frauen im gebärfähigen Alter. Typische Symptome sind starke Regelschmerzen, wiederkehrende Unterbauchschmerzen und ungewöhnlich starke oder unregelmäßige Blutungen. Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang sind möglich. Begleitend treten häufig Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden oder eine eingeschränkte Fruchtbarkeit auf. Die Schmerzen können sowohl zyklusabhängig als auch unabhängig vom Zyklus auftreten und den Alltag massiv einschränken.
Ein großes Problem ist die späte Diagnose, da die Beschwerden sehr unterschiedlich sein können. Viele Betroffene leiden deshalb jahrelang, bevor die Krankheit erkannt wird. Neben körperlichen Beschwerden kann Endometriose auch die Psyche stark belasten und zu Stress oder Erschöpfung führen.
Die genaue Pathogenese ist noch nicht vollständig geklärt. Normalerweise verhindert das körpereigene Abwehrsystem, dass sich Gewebe an untypischen Stellen ansiedelt. Endometriose-Gewebe ist immer gutartig und entwickelt sich nur in extrem seltenen Fällen zu Krebs.
Was können Betroffene tun?
Wenn Du starke oder ungewöhnliche Schmerzen hast, suche frühzeitig ärztliche Hilfe auf. Ein Zyklus- und Symptomtagebuch kann dabei die Diagnose erleichtern. Unterstützend wirken gesunde Ernährung, Bewegung, Wärme und Stressabbau. Der Austausch mit anderen Betroffenen, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen, kann zusätzlich entlasten und stärken.
Quellen:
1. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. Was ist Endometriose? Verfügbar unter: https://www.endometriose-vereinigung.de/was-ist-endometriose/#symptome-1. Abgerufen am 24. September 2025.
2. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. Self-Care bei Endometriose – wie du mit kleinen Schritten große Erleichterung finden kannst. Verfügbar unter: https://www.endometriose-vereinigung.de/blog/self-care-bei-endometriose-wie-du-mit-kleinen-schritten-grosse-erleichterung-finden-kannst/. Abgerufen am 24. September 2025.
3. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). 2020. Diagnostik und Therapie der Endometriose (S2k-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 015-045.
4. Hickey, M., Ballard, K., & Farquhar, C. (2014). Endometriosis. BMJ (Clinical research ed.), 348, g1752. https://doi.org/10.1136/bmj.g175
5. Mathieu, S.-V., Kobe, A., Pfammatter, T., & Hötker, A. (2020). Endometriose. Therapeutische Umschau, 77(2), 57-61. doi:10.1024/0040-5930/a001153
6. Wilson A. L. (2003). Endometriosis. A common cause of infertility and pelvic pain. JAAPA: official journal of the American Academy of Physician Assistants, 16(12), 20–23.
Oktober
Der Breast Cancer Awareness Month wird jedes Jahr im Oktober weltweit begangen. Ziel ist es, das Bewusstsein für Brustkrebs zu stärken, die Bedeutung von Früherkennung hervorzuheben, Patient:innen zu unterstützen und Mittel für Forschung und Prävention zu mobilisieren.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Frühzeitige Diagnose durch Screening‑Programme wie Mammographien erhöht die Heilungschancen erheblich. Dank Aufklärungskampagnen, verbesserten Diagnosetechniken und modernen Therapien konnten in den letzten Jahrzehnten die Überlebensraten deutlich verbessert werden. In den USA sank die Brustkrebssterblichkeit seit 1985 um etwa 44 %.
Der Breast Cancer Awareness Monat dient auch der Aufklärung über Risikofaktoren wie genetische Prädisposition, Alter, Hormonersatztherapien, Übergewicht oder Lebensstilfaktoren. Öffentlichkeitsarbeit, Workshops und Kampagnen fördern gesunde Lebensweisen, Selbstuntersuchungen und eine zeitnahe ärztliche Konsultation bei Veränderungen der Brust.
Darüber hinaus werden während des Monats Menschen mit metastasiertem Brustkrebs und deren Familien besonders in den Fokus gerückt, um auf die Herausforderungen im Umgang mit fortgeschrittener Erkrankung hinzuweisen und die Notwendigkeit weiterer Forschung zu unterstreichen. Der internationale Aktionstag trägt somit sowohl zur Prävention als auch zur Unterstützung von Betroffenen bei.
Quellen:
1. National Breast Cancer Foundation. (2024). Breast Cancer Awareness Month. Abgerufen von https://www.nationalbreastcancer.org/breast-cancer-awareness-month/?.com
2. Breastcancer.org. (2024). Breast Cancer Awareness Month. Abgerufen von https://www.breastcancer.org/about-breast-cancer/breast-cancer-awareness-month?.com
Am 10.10. ist der Welttag für psychische Gesundheit.
Mentale Gesundheit nimmt eine große Stellung ein, wenn es um das allgemeine und persönliche Wohlbefinden geht. Auch die WHO definiert Gesundheit als „einen Zustand des völligen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“.
“Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.” (WHO, 1948)
Damit wird deutlich, dass wir auf diese verschiedenen Aspekte der Gesundheit achtgeben müssen. Psychische Störungen sind eine große Herausforderung weltweit und sie nehmen stetig zu. Am häufigsten leiden Menschen unter Depressionen und Angststörungen. Gerade in der Arbeitswelt und auch im Studium ist es wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen und bei Erschöpfung auf den Körper zu hören.
Beim TUM Gesundheitssurvey 2021 gaben 35,7% der Studierenden an, mindestens einmal pro Woche emotionale Erschöpfung zu verspüren. Zudem haben viele das Gefühl, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, oder haben Zweifel an der Bedeutsamkeit ihres Studiums. Zudem spielt Stress im Unialltag eine wichtige Rolle. Fünf von Acht Studierende fühlen sich oft oder sogar sehr oft gestresst.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Stress abzubauen und das psychische Wohlbefinden zu stärken. Das Ganze ist jedoch sehr individuell. Manche können im Mannschaftssport oder beim Yoga gut abschalten. Anderen hilft Meditation oder diverse Entspannungsübungen. Wenn Du Dich erschöpft fühlst, nimm Dir Zeit für Dich, Deinen Körper und Deine Gesundheit.
Quellen:
1. Gilmour, H. (2014). Positive mental health and mental illness (pp. 82-003). Statistics Canada.
2. Sudeck, G., & Thiel, A. (2020). Sport, Wohlbefinden und psychische Gesundheit. In Sportpsychologie (pp. 551-579). Springer, Berlin, Heidelberg.
3. WHO. Constitution. (2026) https://www.who.int/about/governance/constitution
4. WHO. Mental Health. (2025) https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-health-strengthening-our-response
5. TUM4Health. 2021. Gesundheitssurvey.
November
Der Weltdiabetestag findet jährlich offiziell am 14. November statt und ist ein anerkannter Gesundheitstag der Vereinten Nationen.
Der Weltdiabetestag (englisch World Diabetes Day, französisch Journée mondiale du diabète) wurde als weltweiter Aktionstag erstmals am 14.11.1991 begangen. Einhundert Jahre früher, am 14. November 1891, wurde der Chirurg Frederick Grant Banting (1891–1941) geboren, der 1921 zusammen mit seinem Assistenten Charles Herbert Best (1899–1978) das lebenswichtige Hormon Insulin entdeckte. Der Weltdiabetestag soll als Aktionstag auf die ständig steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam zu machen und wurde von Anfang an jährlich unter ein besonderes Motto gestellt. Das Symbol der Einigkeit im Kampf gegen Diabetes mellitus ist ein blauer Kreis.
Insgesamt leben heute (2022) in Deutschland 8,7 Millionen Menschen mit einem Diabetes mellitus Typ 2. Schätzungsweise 2 Millionen Menschen haben Diabetes mellitus Typ 2, ohne davon zu wissen. Hinzukommen jährlich etwa 600.000 Neuerkrankungen. Etwa 95% der Menschen mit einem Diabetes mellitus haben einen Diabetes mellitus Typ 2. Weitere 341. 000 Menschen in Deutschland haben Diabetes mellitus Typ 1.
Diagnostiziert wird die Erkrankung, wenn der Nüchternblutzuckerwert mehrfach über 126mg/dl liegt. Der allgemeine Unterschied zwischen beiden Erkrankungen ist, dass Diabetes mellitus Typ 1 nicht heilbar ist, während Typ 2 therapiert werden kann. Beim Diabetes mellitus Typ 1 liegt ein absoluter Insulinmangel vor, welcher durch ein Versagen der Bauchspeicheldrüsenzellen, die das Hormon Insulin produzieren, ausgelöst wird. Die Krankheit beginnt oft im Kindes- und Jugendalter und ist aktuell nicht heilbar. Die Patient:innen müssen ein ganzes Leben lang Insulin spritzen.
Diabetes mellitus Typ 2 hingegen beginnt meist schleichend und in einem fortgeschrittenen Alter. Es entsteht eine niedrigere Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin und eine daraus folgende Insulinresistenz. Ebenso kann eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einem Diabetes mellitus Typ 2 führen, da die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin für den gesteigerten Bedarf zur Verfügung stellen kann. Hauptrisikofaktoren sind eine genetische Veranlagung, Adipositas sowie ein Bewegungsmangel. Doch 50% der Menschen mit der Erkrankung können ohne die Gabe von Insulin behandelt werden. Dies geschieht durch regelmäßige Bewegung, eine Ernährungsumstellung und eine Gewichtsabnahme.
Auch wenn insbesondere Diabetes mellitus Typ 2 vorwiegend ältere Menschen betrifft, so erkranken auch immer häufiger jüngere Erwachsene daran. So hat sich die Zahl der Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen bei Jugendlichen innerhalb der letzten zehn Jahre verfünffacht. Aktuell gibt es unter den Jugendlichen ca. 90 Neuerkrankungen jährlich. Erwartet werden jedoch bald Neuerkrankungen über 200 pro Jahr.
Auch wenn die Zeit während des Studiums die eigene Gesundheit teilweise in den Hintergrund rücken lässt, sollte sie nicht vernachlässigt werden. Achte auf Dich und Deinen Körper, auch wenn es mal stressig ist. Versuche, Dir Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft und die Zubereitung eines gesunden Essens zu schaffen. Mehr zum Thema gesunde Ernährung kannst Du hier erfahren.
Quellen:
1. Docday. Weltdiabetestag. (cited July 5th 2022) Available from: https://www.weltdiabetestag.de/docday
2. Diabetes in Zahlen. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (cited July 5th 2022)
3. Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Bundesministerium für Gesundheit. (cited July 5th 2022).
Heute ist Tag der Studierenden oder etwas altertümlich „Weltstudententag“ genannt. Viele werden sich an dieser Stelle erst einmal wundern, aber es gibt ihn wirklich: ein Tag, der uns Studierenden gewidmet ist!
Obwohl dies heute ein Grund zur Freude für alle Studierenden rund um den Globus sein soll, ist der Hintergrund dieses Tages mit einer traurigen Vergangenheit verknüpft. 1941 wurde der Tag in London ins Leben gerufen, um an die Proteste der Studierenden gegen die deutsche Besatzung in Prag zu erinnern, welche vom nationalsozialistischen Regime brutal beendet wurde.
Dieser Tag soll einerseits diese abscheulichen Gräueltaten niemals unvergessen machen, aber er dient auch noch einem zweiten Zweck: Er soll auf unseren Alltag und unsere Probleme, Sorgen und Wünsche aufmerksam machen: Diese Lebensphase ist von besonderen Belastungen geprägt. Über die Hälfte der Studierenden klagen über ein niedriges Wohlbefinden und fast ein Viertel nennen starke Erschöpfungssymptome. Gerade die stetig wachsenden Anforderungen im Alltag und im Studium sind hierbei von großer Bedeutung. Auch Zukunftsängste und Sorgen über den beruflichen Werdegang nach Abschluss des Studiums sind bei vielen Studierenden vorhanden. Dazu kommt das nicht immer gut ausgeprägte soziale Netz, das gerade beispielsweise beim Umzug in eine neue Stadt schwer aufzubauen ist. Dies alles wurde durch die Covid-19-Pandemie nochmals verstärkt.
Doch nun zum Positiven: Es gibt diverse Hilfsmöglichkeiten, Beratungen und Unterstützung für viele Arten von Problemen. An der TU München, welche immerhin die universitäre Heimat von fast 50.000 Studierenden (Wintersemester 2021/22) ist, gibt es auch vielfältige Angebote, unter anderem zu den Themen Familie, Gesundheit, Hilfe im Studium, Finanzen, Beruf, Wohnungssuche, Chancengleichheit und vieles mehr.
Wir alle benötigen mal Hilfe in unserem Leben. Wichtig ist es nur, diese ohne Scham, Scheu und Angst anzunehmen. Auch das Deutsche Studentenwerk und viele weitere öffentliche und private Organisationen bieten Unterstützung an. Die Lebensphase des Studiums ist geprägt von Entwicklungen, Veränderungen und Erlebnissen, die sowohl positiv als auch negativ sein können. Aber damit sind wir und seid Ihr nicht allein!
Quellen:
1. UNICUM. Weltstudententag. 2018 [Stand: 01.08.2022]. Verfügbar unter: https://www.unicum.de/wissenswertes/weltstudententag
2. Lutz-Kopp C, Meinhardt-Injac B, Luka-Krausgrill U. Psychische Belastung Studierender. Präv Gesundheitsf 2019; 14(3):256–63. DOI:10.1007/s11553-018-0691-9
3. Hofmann F-H, Sperth M, Holm-Hadulla RM. Psychische Belastungen und Probleme Studierender. Psychotherapeut 2017; 62(5):395–402. DOI: https://doi.org/10.1007/s00278-017-0224-6
4. TUM. Die TUM in Zahlen; 2022 [Stand: 01.08.2022]. Verfügbar unter: https://www.tum.de/die-tum/die-universitaet/die-tum-in-zahlen/
Der Cervical Cancer Elimination Day of Action wird jährlich am 17. November begangen und markiert einen globalen Aktionstag zur Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs. Dieser Tag erinnert an die historische Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2020, als 194 Mitgliedstaaten die Strategie zur weltweiten Beseitigung von Gebärmutterhalskrebs als Gesundheitsproblem verabschiedeten.
Im Jahr 2024 wurde der vierte Jahrestag dieser globalen Bewegung begangen. Unter dem Motto „Die Rolle der Frontarbeitenden im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs“ würdigte die WHO die entscheidende Rolle von Gesundheitsfachkräften, die in Gemeinden weltweit lebensrettende Dienstleistungen erbringen.
Die WHO verfolgt mit ihrer globalen Strategie ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen 90 % der Mädchen im Alter von 15 Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft sein, 70 % der Frauen im Alter von 35 und 45 Jahren sollen regelmäßig auf Gebärmutterhalskrebs untersucht werden und 90 % der Frauen mit präkanzerösen Läsionen oder Gebärmutterhalskrebs sollen eine Behandlung erhalten.
Der Aktionstag dient nicht nur der Sensibilisierung, sondern auch der Mobilisierung von Gemeinschaften, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, um die Fortschritte in der Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs weltweit zu beschleunigen. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, wo 90 % der Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs auftreten, sind verstärkte Anstrengungen erforderlich, um den Zugang zu Impfungen, Screenings und Behandlungen zu verbessern.
Der Cervical Cancer Elimination Day of Action ist somit ein bedeutender Tag, um das Engagement für die Beseitigung von Gebärmutterhalskrebs weltweit zu stärken und konkrete Maßnahmen zur Erreichung der festgelegten Ziele zu fördern.
Quellen:
1. World Health Organization. (2024). Cervical Cancer Elimination Day of Action 2024. Abgerufen von https://www.who.int/campaigns/cervical-cancer-elimination-day-of-action/2024?.com
2. International Agency for Research on Cancer. (2024). Cervical Cancer Elimination Day of Action 2024: Celebrating front-line workers and transforming global commitments into life-saving actions. Abgerufen von https://www.iarc.who.int/news-events/cervical-cancer-elimination-day-of-action-2024-celebrating-front-line-workers-and-transforming-global-commitments-into-life-saving-actions/?.com
3. Unitaid. (2024). Driving innovation to end cervical cancer. Abgerufen von unitaid.org/news-blog/driving-innovation-to-end-cervical-cancer-unitaid-marks-cervical-cancer-elimination-day-of-action/
Dieser jährliche Aktionstag wird von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) in Zusammenarbeit mit dem Forum der Internationalen Atemwegsgesellschaften (FIRS) organisiert. Ziel ist es, das Bewusstsein für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu schärfen und die Bedeutung der Lungenfunktionsmessung, insbesondere der Spirometrie, hervorzuheben.
COPD ist eine weit verbreitete, fortschreitende Lungenerkrankung, die jährlich weltweit etwa 3 Millionen Menschenleben fordert. Sie äußert sich durch Symptome wie Atemnot, chronischen Husten und vermehrte Schleimbildung. Obwohl die Erkrankung häufig mit Rauchen in Verbindung gebracht wird, können auch andere Faktoren wie Luftverschmutzung und Atemwegsinfektionen in der Kindheit das Risiko erhöhen.
Die Spirometrie ist ein einfaches, schmerzfreies Verfahren zur Messung der Lungenfunktion und ermöglicht eine frühzeitige Diagnose von COPD. Frühzeitige Erkennung kann zu besseren Behandlungsergebnissen und einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen führen.
Weltweit finden am World COPD Day Veranstaltungen statt, bei denen Gesundheitsfachkräfte, Patientenorganisationen und die Öffentlichkeit zusammenkommen, um über Prävention, Früherkennung und Behandlung von COPD zu informieren. In Deutschland unterstützen verschiedene Organisationen, darunter die Deutsche Atemwegsliga und die Deutsche Lungenstiftung, solche Initiativen.
Der World COPD Day erinnert uns daran, die eigene Lungenfunktion zu kennen und bei Symptomen frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. Durch Aufklärung und Prävention kann die Belastung durch COPD verringert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.
Quellen:
1. Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. (2024). World COPD Day 2024. Abgerufen von https://goldcopd.org/world-copd-day-2024/?.com
2. American College of Chest Physicians. (2024). World COPD Day: Know Your Lung Function. Abgerufen von https://www.chestnet.org/newsroom/press-releases/2024/11/world-copd-day-2024?.com
Dezember
Der Welt-Aids-Tag soll die Rechte HIV-positiver Menschen stärken und für ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufrufen. Ebenso erinnert er an die an den Folgen verstorbenen Menschen.
Eine Infektion mit dem HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus) führt zu einer Schädigung und Zerstörung von Immunzellen und lässt den Körper dadurch dadurch anfälliger für Erkrankungen werden. Ohne Behandlung führt diese Infektion zu einem erworbenen Immunschwächesyndrom, AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrome).
2021 lebten weltweit circa 38 Millionen Menschen mit der erstmals 1981 diagnostizierten Erkrankung, davon waren 1,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre. In Deutschland sind 91.400 Personen von der Erkrankung betroffen. Insgesamt starben über 36 Millionen Menschen seit dem Ausbruch der Krankheit an deren Folgen. Die Ansteckung mit HIV erfolgt in den meisten Fällen beim Geschlechtsverkehr. Außerdem kann eine Infektion durch HIV-infiziertes Blut übertragen werden. Als besonders gefährdet gelten somit Personen mit regelmäßigem Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen, sowie Personen mit häufigem Geschlechtsverkehr ohne die Nutzung eines Kondoms. Insgesamt wissen in Deutschland 9.500 Menschen nichts von ihrer Infektion, sodass jährlich rund 900 Personen neu erkranken. Das Virus kennt dabei keine Altersgrenze, keine Hautfarbe, kein Geschlecht und keine sexuelle Orientierung. Es betrifft alle gleich. Deswegen ist es umso wichtiger, sich und andere zu schützen!
Ein Test ist 12 Wochen nach einem eventuellen Infektionsrisiko möglich. Dieser kann anonym und kostenlos bei Gesundheitsämtern, Ärzten und einigen AIDS-Hilfen durchgeführt werden. Ebenso ist der Erwerb von CE-gekennzeichneten HIV-Selbsttests in Apotheken oder im Internet möglich. AIDS ist zwar nicht vollständig heilbar, jedoch therapierbar. So erhalten 73% der Betroffenen weltweit Medikamente. Diese antiretrovirale Therapie ermöglicht bei rechtzeitiger Behandlung eine fast normale Lebenserwartung und führt dazu, dass das Virus nach einer Zeit nicht mehr im Blut nachweisbar oder auf andere Menschen übertragbar ist.
Insbesondere junge Menschen neigen dazu, sich ausprobieren zu wollen. Hierzu zählt auch der Konsum von Drogen oder der Wechsel von Sexualpartnern. Vor allem beim Geschlechtsverkehr gilt: Machs mit! Auch wenn der/die Partner:in vielleicht auf ein Kondom verzichten möchte, so geht die eigene Gesundheit und die Gesundheit der anderen immer vor. In längeren Beziehungen empfiehlt sich ein HIV-Test, bevor auf ein Kondom verzichtet wird.
Quellen:
1. ‚Welt-Aids-Tag‘. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (online) abrufbar unter: https://www.welt-aids-tag.de/daten-und-fakten/. Zuletzt abgerufen am: 26.07.2022. aktualisiert am 04.05.2026: https://www.welt-aids-tag.de/was-du-ueber-hiv-wissen-solltest/
2. HIV und AIDS. Bundesministerium für Gesundheit. (online) abrufbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/a/hiv-und-aids.html. Zuletzt abgerufen am: 26.07.2022.
3. HIV-Infektion/ Aids. Robert-Koch-Institut. (online) abrufbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html. Zuletzt abgerufen am: 26.07.2022. aktualisiert am 04.05.2026: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_HIV_AIDS.html